Babymassage
Sanft massierte Babys schlafen besser
“Berührt, gestreichelt und massiert zu werden, das ist Nahrung für das Kind. Nahrung, die genauso wichtig ist, wie Mineralien, Vitamine und Proteine.” – Frédérick Leboyer
Mütter und Kinder in einigen Ländern Asiens haben einen Vorteil: Sie werden ab dem Tag der Geburt regelmäßig massiert. Aber auch hierzulande erkennen immer mehr Mütter und Väter, wie wichtig die Massage für das Baby ist. Und nicht nur das Baby profitiert – auch die Eltern haben viel von den zarten Streicheleinheiten. Babymassage vermittelt Ihrem Kind ohne Worte- nur durch Ihre Berührung und Ihre Mimik was Respekt, Liebe und Akzeptanz bedeuten. Das Baby hat von der Massage nicht nur für den Augenblick etwas: Hier wird der Grundstein gelegt, dass Ihr Kind später in der Lage ist, sich zu entspannen. Wenn man bedenkt, wie viele Krankheiten durch Stress ausgelöst werden, ist Babymassage auch eine Maßnahme zur Vorsorge.
Die Babymassage hat für das Baby noch viel mehr Vorteile:
- Es ist weniger unruhig
- Baby schläft besser
- Der kleine Körper wird besser durchblutet
- Die Verdauung verbessert sich
- Mehr inneres Gleichgewicht
- Die Anspannung der Muskeln wird verringert
- Koliken werden gemildert
- Das Baby spürt, dass Sie seine Bedürfnisse beachten
- Das Wohlbefinden wird gesteigert
- Die Entwicklung Ihres Babys wird gefördert
- Alles Sinne des Kindes werden angesprochen, bei den meisten Babys findet ein regelrechter Entwicklungsschub statt.
Auch die Eltern profitieren von der Babymassage:
- Sie beschäftigen sich intensiv mit Ihrem Kind- das fördert Ihrer beiden Beziehung.
- Auch Sie entspannen sich
- Sie werden mehr Selbstvertrauen im Umgang mit dem Baby gewinnen
- Es macht Spaß
- Sie fühlen sich ruhig und erfüllt
- Besonders Väter werden emotional bereichert
- Sie erwerben elterliche Kompetenz
Sie haben die Möglichkeit, mit Ihrem Baby einen Babymassage-Kurs zu besuchen. Das hat den Vorteil, dass Sie die Massage fachgerecht lernen können. Außerdem können Sie sich mit anderen jungen Müttern und Väter über Freudiges und Probleme austauschen.
Babymassage-Kurse bieten Naturheilpraxen, Hebammen und auch Volkshochschulen an. Die beste Zeit für den Beginn ist zwischen der 3. Lebenswoche und dem 7. Lebensmonat. Grundsätzlich gilt: Ein Kind ist nie zu jung , um massiert zu werden. Nach dem 7. Monat wächst aber allmählich der Entdeckerdrang und das Kind hat vielleicht nicht mehr die Ruhe, um eine Massage zu genießen.
Sie können Ihr Baby aber auch Zuhause massieren, Sie werden intuitiv die richtigen Berührungen anwenden, wenn Sie sich darauf einlassen.
Sie brauchen eine warme, weiche Unterlage und die Raumtemperatur sollte ungefähr 24 Grad ertragen. Vergessen Sie nicht, Ihre Hände anzuwärmen, Ihr Baby könnte sonst einen gehörigen Schreck bekommen. Endloses Geschrei wäre die Folge. Außerdem brauchen Sie noch ein gutes Öl und Kleidung, in die Sie Ihr Baby nach der Massage hüllen. Wenn Ihr Baby gerade gegessen hat, sollten Sie auf eine Massage verzichten, ebenso wenn Ihr Kind krank ist.
Bauen Sie die Massage am besten in Ihr tägliches Baby-Programm ein.
So massieren Sie Ihr Baby richtig:
Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken, damit Sie Blickkontakt aufnehmen können. Verteilen Sie das Massageöl in Ihren Händen und beginnen Sie. Beginnen Sie bei den kleinen Füßen und wandern Sie langsam nach oben- über die Beine bis zu den Schulter. Streichen Sie dann die Arme hinab, bis zu den Händen. Nun gehen Sie den Weg wieder zurück die Arme hinauf und am Körper hinunter, diesmal aber an den Außenseiten des Körpers. Wiederholen Sie diese Übung 3 mal.
Widmen Sie sich dann den Armen Ihres Babys, indem Sie mit einer Hand die Hand Ihres Kindes sanft festhalten. Streicheln Sie mit der anderen Hand dreimal von unten nach oben zart über den Arm Ihres Babys. Danach fangen Sie wieder mit dem Unterarm an und zupfen mit Ihren Fingerspitzen leicht die Muskeln des Unter- und Oberarms, bis Sie das Ende von Babys Arm erreicht haben. Streichen Sie dann wieder zurück zum Unterarm und wiederholen Sie dieses “Zupfen” noch zwei mal. Dann ist der andere Arm dran.
Diese Massagegriffe können Sie auch auf die Beine Ihres Babys anwenden.
Legen Sie dann Ihr Baby auf den Bauch und wiederholen Sie die Übungen. Der Po und der Rücken werden als Nächstes massiert: Umfassen Sie Babys Po mit beiden Händen und streichen Sie langsam nach oben bis zu den Schultern. Umschließen Sie die Schultern und streichen Sie dann an der Außenseite des Rückens wieder nach unten bis zum Po. Nun können Sie noch die Muskeln Ihres Babys sanft durchkneten.
Legen Sie nun beide Daumen am unteren Ende des Rükrats an und gehen Sie in kreisenden Bewegungen bis zum Nacken hinauf ( Ein Daumen rechts vom Rückrat, der andere links) Massieren Sie immer nur die Muskeln neben der Wirbelsäule und nie die Wirbelsäule selbst.
Zum Abschluss drehen Sie Ihr Baby wieder auf den Rücken und massieren sanft die kleinen Füße. Massieren Sie die Fußfläche mit kreisenden Bewegungen.
