Kindergarten

Welcher Kindergarten für mein Kind?

Spätestens, wenn nach 3 Jahren die Erziehungszeit endet, stellt sich die Frage, wo das Kind während der Abwesenheit von Mutter und Vater betreut wird. In den meisten Fällen wollen Mutter oder Vater auch nicht 3 Jahre warten, bis sie wieder berufstätig sind. Machen Sie sich also rechtzeitig Gedanken, wo Sie Ihren Nachwuchs unterbringen möchten. Der beste Zeitpunkt für diese Überlegungen ist kurz nach der Geburt, denn viele Betreuungseinrichtungen haben lange Vorlaufzeiten.

Von Gesetzes wegen…

Jedes Kind im Alter von 3-6 Jahren hat Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Hierbei geht man von einem Halbtagsplatz aus. Einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz gibt es nicht. Einige Ganztagsplätze müssen jedoch vorgehalten werden, zum Beispiel für Eltern, die sich beide noch in der Ausbildung befinden.

Die Kosten für einen Kindergartenplatz sind von Bundesland zu Bundesland verschieden, oft weichen sie sogar zwischen verschiedenen Gemeinden ab. Es ist möglich, einen Zuschuss zu erhalten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Jugendamt.


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Kindergärten

Noch nie gab es so viele verschiedene Kindergärten wie heute. Montessori, Waldorf-Kindergarten oder Sportkindergarten? Die Auswahl ist groß und damit auch die Verwirrung. Jeder Kindergarten-Typ verfolgt einen anderen pädagogischen Ansatz.

Kommunale und kirchliche Einrichtungen

Hier wird nach dem sogenannten Situationsansatz gearbeitet. Das bedeutet, es gibt keinen Lehrplan für die Kinder, sondern die Erzieher greifen die Fragen und Wünsche der Kinder auf.

Die Kinder lernen, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, außerdem werden die motorischen Fähigkeiten besonders gefördert. Bei fast allen Kindergärten gibt es Ausflüge und gemeinsame Aktionen.

Konfessionelle Kindergärten legen großen Wert auf biblische Geschichten und Gebete. Auch im konfessionellen Kindergarten werden Geburtstage und andere Feste gefeiert. Viele dieser Kindergärten kommen den Eltern mit besonders langen Öffnungszeiten (auch über Mittag) entgegen.

Waldorf-Kindergärten

Im Waldorf-Kindergarten wird die ganzheitliche Entwicklung Ihres Kindes gefördert. Geist, Körper und Seele stehen gleichermaßen im Vordergrund der Aktivitäten. Diese Kindergärten sind nicht so üppig mit Spielzeug ausgestattet. Ganz bewusst sollen die Kinder bewegt werden, natürliche Materialien zu verwenden. So wird ihre Kreativität gefördert und die Phantasie angeregt.

Montessori-Kindergärten

Im Montessori-Kindergarten werden die Kinder weniger von den Erziehern geführt, sondern mehr begleitet. Die Freiarbeit hat im Montessori Kindergarten einen besonderen Stellenwert. In dieser Zeit können die Kinder nach eigenem Gusto mit Materialien werkeln und spielen. Die Erzieherin soll das Kind zur Selbstständigkeit motivieren und seine Bedürfnisse beachten. Diese Kindergärten legen sehr viel Wert auf Sinnlichkeit: Farbe, Form, Klang und Beschaffenheit von Gegenständen sollen von den Kindern entdeckt werden. Das fördert ihre Wahrnehmung und damit ihre Entwicklung.

Waldkindergärten

Dieser Kindergaren kommt ganz ohne festes Haus aus: meistens gibt es nur einen Bauwagen, in den sich die Kinder bei sehr schlechtem Wetter zurückziehen. Ansonsten bewegen sich die Kinder in der freien Natur, bei Wind und Wetter. Die Kinder toben im Freien, pirschen durch das Gebüsch, lernen Tiere und Pflanzen kennen. Wenn Ihr Kind einen Waldkindergarten besucht, können Sie es meist sehr zufrieden und müde vom Kindergarten abholen. Diese Art der Betreuung fördert die Kreativität Ihres Kindes, bringt ihm die Natur näher und leistet einen großen Beitrag zur körperlichen Gesundheit. Waldkindergärten arbeiten ausschließlich halbtags.

Sportkindergarten

Wie der Name schon sagt: Hier wird verstärkt Wert auf die körperliche Ertüchtigung gelegt. Sportpädagogen bieten den Kindern Bewegungsspiele an – in der Turnhalle und auch draußen. Es geht dabei natürlich nicht nur um die Bewegung, durch die Spiele wird auch das soziale Verhalten gefördert. In diesen Einrichtungen geht es nicht um die Suche nach neuen Sport-Assen: Kein Kind wird gezwungen, mitzumachen.


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Ist Ihr Kind schon reif für den Kindergarten?

  • Ist Ihr Kind schon trocken? In den meisten Kindergärten ist das eine Bedingung für die Aufnahme.
  • Kann Ihr Kind schon ganze Sätze sprechen? Diese Anforderung wird nicht ganz so eng gesehen. Wichtig ist, dass Ihr Kind sich überhaupt verständigen kann. Das Zusammensein mit Gleichaltrigen wird seine Lernbereitschaft mächtig ankurbeln.
  • Kann Ihr Kind sich in eine Gruppe einfügen. Beobachten Sie Ihr Kind, wenn es mit anderen Kindern spielt. Achten Sie auf sein soziales Verhalten.
  • Kann Ihr Kind sich mit sich selbst beschäftigen? Wenn Ihr Kind nur an Mamas Rockzipfel hängt, ist es vielleicht noch nicht so weit, in den Kindergarten zu gehen.

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