Erste Hilfe in Notfällen
Augenverletzungen
- Heftiger Schmerz, evtl. Blutungen oder Tränenfluss sind erste Anzeichen.
- Sofort zum Augenarzt. Beide Augen mit keimfreien
- Verband leicht abdecken.
- Festsitzende Fremdkörper am Augapfel nicht entfernen -
- Augenarzt aufsuchen.
Bisswunden
- Blutungen sind mit einer Mullbinde zu reduzieren. Sofort den Arzt aufsuchen.
- Bei Biss durch ein tollwutverdächtiges Tier, die Wunde mit einer Seifenlösung reinigen, dann mit Wasser ausspülen und anschließend mit hochprozentigen Alkohol oder Desinfektionsmittel behandeln. Sofort den Arzt aufsuchen.
Blutungen
- Bei Wundblutung: hellrot pulsierend, wenn die Schlagader verletzt ist. Keimfreier Verband auf Wunde pressen. Notruf.
- Dunkelrot fließend, wenn Vene verletzt. Druckverband anlegen.
- Sofort zum Arzt. Bei zunehmenden Schock: Notruf. Blutungen aus Mund und Ohr könnten auf schwere Schädelverletzungen hinweisen. Notruf. Bei Nasenbluten sitzende Haltung einnehmen. Kalte Umschläge auf die Stirn und in den Nacken. Immer auf Anzeichen eines Schocks achten.
Bewusstlosigkeit
- Auf Atmung überprüfen. Sofort Atemspende bei Atemstillstand. Bei vorhandener Atmung Körper in Seitenlage bringen. Notruf.
Elektrounfälle
- Den Stromkreis abschalten. Wenn nicht möglich, sich selbst gut isolieren ( z.B. auf ein trockenes bret. stellen) und den Verletzten aus dem Stromkreis ziehen. Falls Atemstillstand sofort Atem spenden. Verbrennungen verbinden. Notruf.
Erfrierungen
- Auf keinen Fall: Rubbeln, Massieren, Salben, Tinkturen, Erwärmung durch trockene strahlende Wärme.
- Besser: Sofortige Erwärmung durch körpereigene Wärmeübertragung von Haut zu Haut. Im Wasserbad wiedererwärmen (von 10 °C auf 40 °C erwärmen) Bei Bewusstlosigkeit: Wiederbelebung. Notruf.
Ertrinken
- Wenn Verletzter gerettet, sofort mit Atemspende beginnen. bei vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei kaltem Wasser kann Wiederbelebung auch noch nach 15 Minuten und länger funktionieren. Notruf
Ersticken
- Zu lebensgefährlichen Situationen kann es durch das Steckenbleiben von Bissen, Bonbons oder anderer Gegenstände kommen.
- Bei Kleinkindern: An den Beinen hochheben, kräftig schütteln und leicht zwischen die Schulterblätter schlagen. Notruf.
- Bei Erwachsenen: Den Oberkörper tief nach vorn. beugen und mit der flachen Hand kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter geben.
Hitzschlag
- Entsteht durch Wärmestau bei großer Hitze und bzw. körperlicher Anstrengung.. Hochroter Kopf und trockene Haut können Anzeichen dafür sein. Luft zufächeln. Kühlung verschaffen, evtl. nasse Handtücher auflegen. Bei Atemstillstand – Wiederbelebung. Notruf.
Krämpfe
- Viele krampfartige Zustände (mit Fieber) müssen sofort ärztlich behandelt werden. Kind bis zum Eintreffen des Arztes so lagern, dass keine Verletzungen entstehen können. Nicht alleine lassen. Bei Schreikrämpfen (Wutreaktion, kein Fieber) hilft oft kaltes Wasser oder ein kräftiger Klaps – danach Kind freundlich und ruhig ansprechen.
Schock
- Starke Schmerzen, Unfälle, Verletzungen und auch seelischer Stress können zu lebensgefährlichen Schockzuständen führen. Die ersten Anzeichen sind meistens: die Haut ist blassgrau, mit kaltem Schweiß bedeckt. Unruhe, schlecht fühlbarer Puls, Frieren und getrübtes Bewusstsein können weitere Indizien für einen Schockzustand sein. Verletzen flach lagern, Beine anheben und hoch lagern. Beruhigen und trösten. Nicht allein lassen. Notruf.
Sonnenstich
- Gerade Kleinkinder sind besonders durch direkte Sonneneinstrahlung gefährdet. Roter Kopf, kühle Haut, Übelkeit, Kopfschmerz und Erbrechen sind erste Anzeichen. Bei Schock und Atemstillstand: Notruf. Kalte Umschläge und Bettruhe sonst erforderlich.
Verbrennungen, Verbrühungen
- Brennende Kleidung sofort löschen (Wasser/Decken) und sofort entfernen (soweit sie nicht festhaftet). Verbrannte Stellen sofort unter fließendes kaltes Wasser halten, bis der Schmerz nachlässt. Erst danach mit Brandwundpäckchen abdecken. Keine Hausmittel, Puder oder Salben verwenden. Auf Schock achten. Notruf!
Verätzungen
- Durch Laugen und Säuren können stark schmerzende Verletzungen der Schleimhaut und der Haut entstehen. Sofort die Haut frei legen und unter fließendem Wasser spülen. Bei Verätzungen das zusammengekniffene Auge vorsichtig öffnen und Wasser aus geringer Höhe in die inneren Augenwinkel fließen lassen.
- Wenn ätzendes Mittel geschluckt wurde, in kleinen Schlucken viel Wasser trinken lassen und nicht zum Erbrechen reizen. Notruf.
Vergiftungen
- Magen- und Darmgifte: Den Vergifteten ruhig halten, falls erforderlich Schockbehandlung. Atemspende, Seitenlage. Nicht zum Erbrechen bringen -und nichts zu trinken geben. – Lebensgefahr.
- Atemgifte: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel. Seitenlage.frische Luft und evtl. Atemspende. Notruf.
- Giftzentrale anrufen Informieren über: vermutetes Gift, geschluckte Menge, Zeitpunkt der Einnahme. Anweisungen genau befolgen.
Wunden
- Bei Säuglingen und Kleinkindern jede Verletzung ärztlich behandeln lassen. Jede Wunde freilegen, um sie keimfrei bedecken und verbinden zu können. Wunde nicht berühren oder reinigen nicht desinfizieren oder mit Salben behandeln. Achtung: Bei abgetrennten Gliedmaßen das Amputat nicht reinigen, sondern steril und trocken einwickeln, in eine Plastiktüte geben und diese in eine zweite Tüte mit Eis und etwas Wasser stecken. Beide Tüten gut verschließen. Selbst kleinste Verletzungen nur dann selbst behandeln, wenn ein intakter Tetanusschutz besteht.
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on Dienstag, August 15th, 2006 at 14:30 and is filed under Kindersicherheit.
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