Gefahrenquellen

So lange Ihr Baby friedlich in seiner Wiege oder seinem Bettchen schlummert, können alle Väter, die Ihr Kleines beschützen möchten, relaxen. Viel kann in dieser Zeit noch nicht passieren. Kritisch wird es erst, wenn Ihr kleiner Wonneproppen krabbelnd oder noch unsicher auf den Beinen anfängt, seine Umgebung zu erkunden. Schon vorher sollten Sie sich Gedanken über das Thema Sicherheit machen.


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Auf die Knie!

Warum entgehen den Großen viele Gefahren, die im Haus und im Garten lauern? Ganz einfach: Die Erwachsenen haben eine andere Perspektive. Sie sehen die Welt aus ca. 1,70 m Höhe. Doch die Gefahren für ein Baby lauern viel tiefer am Boden und in einer Höhe von bis zu einem Meter. Um herauszufinden, wo in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung die Schwachstellen liegen, sollten Sie sich das Ganze einmal aus der Sicht Ihres Sprösslings ansehen, der sich bald aufmachen wird, diese aufregende Welt zu erkunden. Das heißt für den jungen Vater: Auf die Knie gehen oder besser gesagt auf den Bauch. Legen Sie sich einmal gemütlich auf Ihren Wohnzimmer-Teppich und betrachten Sie alles, was Sie in dieser Perspektive sehen, ganz genau. Bewegen Sie sich so durch Ihre Wohnung, wie das Ihr Baby machen würde krabbelnd, robbend. So können Sie alle Gefahrenquellen wahrnehmen und ausschalten. Am besten nehmen Sie eine Kamera und machen viele Fotos, so vergessen Sie auch bestimmt nichts.

Die Gefahrenquellen

Grundsätzlich gibt es zwei Gefahrenquellen für das Kind auf Entdeckungsreise: Die Stoß- und Verletzungsgefahr durch herumliegende Gegenstände oder Ecken von Möbelstücken und die durch das nachlässige Verhalten der Erwachsenen. Ein Baby im Haus heißt in erster Linie Umdenken! Wir müssen die Dinge und Handlungen als gefährlich erkennen, obwohl sie für uns ganz alltäglich sind. Sicherheit beginnt mit dem Bewusstsein, dass Ihr Kind vor vielen Dingen beschützt werden muss. Ihre Achtsamkeit ist der beste Schutzengel für Ihr Kind.

Treppensturz und heißer Kochtopf

Türschutzgitter bewahren Ihr Kind davor, die Treppen herunter zu stürzen oder beispielsweise in der Küche heiße Töpfe vom Herd zu reißen. Türschutzgitter sollten Sie überall dort anbringen, wo auf das Kind extreme Gefahren lauern.

Ecken und Kanten als Gefahrenquelle

Streichen Sie einmal mit Ihren Händen über Ihre Möbel. Überall dort, wo Sie scharfe Kanten spüren, müssen Sie tätig werden. Ein Ecken-Schutz an der Tischkante sieht zwar nicht toll aus, aber ein Loch im Kopf wäre wesentlich schlimmer. Für Türen gibt es Schutzvorrichtungen, die verhindern, dass sich Ihr Kind die Finger oder Hände quetscht.

Auch Grünpflanzen gehören zu Gefahrenquellen

Grünpflanzen sollten so gestellt werden, dass Ihr Kind nicht heran kommt. Dies gilt nicht nur für die Blätter, sondern auch für die Blumenerde. Giftige Zimmerpflanzen sollten Sie verschenken, weil das Risiko (durch frühkindliche “Geschmackstests”) einfach zu groß ist. Verwenden Sie auch keine Düngestäbchen, denn sie sind hochgiftig!

Möbel

Ihre Möbel können eine sehr große Gefahr für Ihr Kind darstellen. Wenn Ihr Kind lernt, aufrecht zu gehen, zieht es sich immer wieder an Möbeln hoch. Wenn beispielsweise ein Regal wackelig steht, kann es passieren, dass es umfällt und Ihren Sohn oder Ihre Tochter unter sich begräbt. Verschrauben Sie Regale immer fest in der Wand und überprüfen Sie auch andere Möbel auf ihre Standfestigkeit.

Fenster eine sehr gefährliche Gefahrenquelle

Ihre Fenster sollten Sie besonders sichern, denn immer wieder stürzen kleine Kinder in die Tiefe. Binden Sie Gardinen, Kordeln und ähnliches so hoch, dass Ihr Krabbelkind nicht daran reichen kann.

Unter Strom – Lebensbedrohlich

Steckdosen, umherliegende Stromkabel und Haushaltsgeräte können für Ihr Kind zur Todesfalle werden. Kürzen Sie Stromkabel mit einfachen Kabelschellen und befestigen Sie die Kabel so, dass Ihr Kind sie auch nicht losreißen kann. Decken Sie die Steckdosen mit Steckdosen-Sicherungen ab. Diese sind zwar nicht hundertprozentig sicher, bieten aber schon einen gewissen Schutz. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sein Haus mit so genannten FI-Schutzschaltern absichern. Eine Installation kann nur von einem Fachmann durchgeführt werden und kostet rund 500 Mark. Fragen Sie danach Ihren Elektriker.

Der Laufstall – ein sicherer Platz für das Baby

Lassen Sie Ihr Baby NIE allein, auch nicht, um schnell einmal zum Telefon zu gehen. Setzen Sie Ihr Kind immer in den Laufstall, wenn Sie einmal das Zimmer verlassen. Der Laufstall soll kein Gefängnis sein, er dient nur zu seinem Schutz, wenn gerade niemand aufpassen kann.

Guten Rutsch

Sobald Ihr Baby laufen lernt, werden ihm rutschige Teppiche zum Verhängnis. Ein Sturz auf harten Boden kann fatale Folgen haben. Anti-Rutschmatten sorgen dafür, dass Ihr Krabbelkind das Laufen ohne Blessuren lernt.

Ab in den Mund

Kleine Kinder stecken alles in den Mund, der Geschmack oder die Konsistenz spielen dabei keine Rolle. Lassen Sie keine Nüsse umherstehen (Krümel könnten in die Bronchien gelangen) und überprüfen Sie zum Beispiel Kleidung und Bettwäsche, ob die Knöpfe fest sitzen. Räumen Sie alle Kleinteile aus dem Aktions-Radius Ihres Kindes, sonst könnte es daran ersticken.


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Küche und Bad – überall lauert die Gefahr

Heiße Flüssigkeiten, eine heiße Herdplatte, Lebensmittel, die für ein Kleinkind gefährlich sind, sowie Putzmittel oder offen herumstehende Medikamente- das sind nur einige Gefahrenquellen, die Küche und Bad bieten.

Putzmittel und andere Chemikalien – Lebensgefährliche Gefahrenquellen

Putzmittel und andere Chemikalien gehören so verstaut, dass Ihr Kind sie auch mit größter Anstrengung nicht erreichen kann. Wählen Sie den höchsten Schrank, um diese Mittel aufzubewahren, wenn möglich, sollte es ein abschließbarer Schrank sein. Ebenso gehören Medikamente in eine abschließbare Hausapotheke.

Auch der Müll ist gefährlich

Halten Sie die Mülltonne gut verschlossen, auch übelriechendes wird von den Kindern auf ihren Entdeckungstouren nicht verschmäht.

Achtung heiß

Schätzen Sie den Herd mit einem Schutzgitter. Wenn gekocht wird, sollten die Topfstile nie nach außen zeigen, zu leicht könnte das Kind sie herunter reißen. Schwere Verbrennungen können auch auftreten, wenn Ihr Baby an einer Tischdecke zieht und so heiße Getränke oder Speisen herunter fallen.

Kleine Eroberer

Kindern bereitet es eine pure Freude, Schubladen auszuräumen. Verbannen Sie alle gefährlichen Gegenstände aus den untersten Küchen-Schubladen, noch besser: Sie bringen an diesen Schubladen eine Sperre an.

Gewürze

Gewürze können doch nicht gefährlich sein, meinen viele. Weit gefehlt: Pfeffer & Co. können schlimme Verletzungen bei Ihrem Baby hervorrufen.

Rauchen, Alkohol und Gemütlichkeit – Die Volksdrogen

Eine halbe Zigarette, die ein Kleinkind isst, kann bereits tödlich wirken. Verbannen Sie also Zigaretten, Zigarren, Aschenbecher und andere Rauch-Utensilien aus dem Greif-Bereich des Kindes.

Öllampen verbreiten Gemütlichkeit. Wenn kleine Kinder das Duftöl trinken, führen schon wenige Tropfen zum Tod. Auch alkoholische Getränke gehören in einen hochgelegenen Schrank, der für Ihr Kind nicht zu erreichen ist.

Feste feiern – Auch hier können Gefahren entstehen

Nach einer Party ist sofortiges Aufräumen angesagt, auch wenn es noch so schwer fällt. So manches Kind schwebte in Lebensgefahr, weil es an Aschenbechern und halbgeleerten Gläsern “genascht” hatte.

Scherben bringen nicht immer Glück

Zerbrochene Glassplitter wirken in einem kleinen Körper wie ein Dolch, denn sie richten lebensgefährliche Verletzungen an. Räumen Sie alle Glasvasen und andere Dekorationen aus Glas aus dem Bewegungsradius Ihres Sprösslings. Glastüren können Sie mit Splitterschutzfolien schützen.

Die häufigsten Gefahrenquellen in der Übersicht

  • Fallen, Stürzen
  • Baby wird von fallenden Gegenständen getroffen
  • Stechen, Schneiden
  • Verbrennen, Verbrühen
  • Ersticken
  • Ertrinken
  • Vergiften, Verätzen
  • Stromschläge
  • Tiere

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