Vergiftungen: So handeln Sie richtig

Wenn Sie annehmen, dass Ihr Kind giftige Substanzen geschluckt hat, heißt die erste Regel: Bleiben Sie ruhig.
Versuchen Sie, die Situation in den Griff zu behalten.

Als Erstes prüfen Sie, was Ihr Kind und wieviel Ihr Kind davon geschluckt hat. Geht es Ihrem Kind schlecht, sollte die erste Handlung der Anruf beim Notarzt sein.

Im schlimmsten Fall, wenn das Kind einen Atem- oder Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet, müssen Sie bis zum Eintreffen des Notarztes Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen.

Geht es Ihrem Kind nicht akut schlecht, rufen Sie die Giftnotrufzentrale an.

Ein kompetenter Mitarbeiter wird Ihnen genau erklären, wie Sie Ihrem Kind helfen können.
In jedem Fall ist es besser, den Arzt zu rufen, auch wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Kind überhaupt etwas getrunken oder geschluckt hat. Sollte Ihr Kind stationär aufgenommen werden nehmen Sie unbedingt eine Probe der geschluckten Substanz mit (Haushaltsreiniger, Pflanzenteile, Tablettenpackung, Erbrochenes).

Weit verbreitet ist die irrige Meinung, dass man jemand, der etwas Giftiges zu sich genommen hat, unbedingt erbrechen lassen sollte. Das sollten Sie niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt oder einem Giftnotruf-Experten tun. Wenn Ihr Kind nämlich ätzende Substanzen geschluckt hat, werden Mund und Speiseröhre noch einmal geschädigt. Falls Ihr Kind bei Bewußtsein ist, lassen Sie es Schluckweise etwas Leitungswasser trinken.

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