Schwangerschaftsvergiftung!
Schwangerschaftsvergiftung!
Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) wird ein durch die Schwangerschaft bedingtes Krankheitsbild bezeichnet.
Symptome: Wassereinlagerungen in den Beinen und Händen (Ödeme), Eiweiß im Urin und Bluthochdruck. Weitere Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung sind Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen.
Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist einer Schwangerschaftsvergiftung (Frühgestose) nicht gefährlich und im zweiten Drittel der Schwangerschaft tritt sie nur sehr selten auf.
In aller Regel tritt eine Schwangerschaftsvergiftung im letzten Drittel der Schwangerschaft auf.
Bei schweren Krankheitsverläufen ist die einzig lebensrettende Maßnahme die Entbindung.
Jedoch wird versucht die Geburt noch so weit es geht bis zum Entbindungstermin herauszuzögern. In leichteren Fällen wird eine normale Entbindung angestrebt, die unter Umständen auch eingeleitet wird.
Schwangere Frauen die unter einer Gestose leiden, müssen regelmässig untersucht werden, da das Risiko einer Frühgeburt um 50 Prozent erhöht ist und eine fehlende Behandlung auch für die Mutter gefährlich werden kann.
Die Eklampsie ist die schwerste Form von Gestose: Krämpfe und / oder Bewusstlosigkeit sind Symptome dieser Bedrohung für Mutter und Kind.
Folgende Tipps können bei einer leichten Schwangerschaftsvergiftung hilfreich sein:
- Die Ernährung sollte kalorienreich, eiweißreich und ausgewogen sein. Eine salzarme Ernährung wird von der Ernährungsmedizin nicht mehr empfohlen. Es gilt als unschädlich, Speisen nach Geschmack und Bedürfnis zu salzen.
- Entwässerungsmittel und auch entwässernde Tees dürfen keinesfalls ohne ärztliche Anordnung angewendet werden.
- Die Schwangere sollte sich schonen und viel ruhen, unter Umständen können Mittel zur Senkung des Blutdrucks verschrieben werden.
